Über mich

Ich glaube an die Kraft der Liebe, vor allem dann, wenn es schwierig wird

Alles, was wir in unserem Leben tun, alles, was wir entscheiden, tun wir letztlich aus nur zwei Gründen. Entweder aus Angst oder aus Liebe. Ich versuche mich in jedem Bereich meines Lebens für die Liebe zu entscheiden.

Dieser Gedanke beeinflusst meine Arbeit, meine Entscheidungen und meinen Umgang mit Menschen. Liebe bedeutet für mich dabei nicht, Konflikten aus dem Weg zu gehen, immer nett zu sein oder schwierige Wahrheiten zu verschweigen. Liebe kann sehr klar sein. Sie kann Grenzen setzen, widersprechen, Verantwortung einfordern und Nein sagen.

Aber sie lässt dem anderen immer seine Würde.


Wer bin ich?

Ich bin Berater, Autor, Dozent und Kommunikationsmensch. Seit mehr als 25 Jahren arbeite ich mit Menschen, Unternehmen, Kommunikation und Veränderung.

Mein beruflicher Weg begann im Bereich der Werbung, Redaktion, Grafik und Design und führte dann über die Markenkommunikation, Marketing und Social Media später immer stärker zu Führung, psychologischer Beratung, Krisenkommunikation und Künstlicher Intelligenz.

Was zunächst nach sehr unterschiedlichen Welten klingt, gehört für mich zusammen. Denn am Ende geht es fast immer darum, wie Menschen und Gesellschaften miteinander kommunizieren:

  • Was nehmen sie wahr? Wo sind die blinden Flecken?
  • Was verstehen sie? Was glauben sie nur zu verstehen?
  • Was macht ihnen Angst? Was macht ihnen Mut? Was motiviert sie?
  • Wem vertrauen sie? Und warum vertrauen sie?
  • Warum entscheiden sie, wie sie entscheiden?
  • Und wie können wir miteinander umgehen und kommunizieren, gerade dann, wenn es schwierig wird?

Warum Liebe?

Weil Angst – außer der Säbelzahntiger steht hinter einem – meist ein schlechter Ratgeber ist. Angst kann uns vorsichtig machen und schützen. Sie kann aber auch dazu führen, dass wir schweigen, kontrollieren, angreifen, ausgrenzen, manipulieren, manipuliert werden oder Entscheidungen treffen, die wir unter anderen Umständen nicht getroffen hätten.

Liebe verändert den Blick auf unser Gegenüber.

Das gilt für Partnerschaften und Familien genauso wie für Führung, Unternehmen, Kommunikation und gesellschaftliches Zusammenleben. Deshalb ist Liebe für mich keine romantische Zugabe und keine Kuschelpädagogik. Sie ist die stärkste Ressource, die uns allen zur Verfügung steht.


Ich kenne nicht nur die Sonnenseiten

Mein Leben und mein beruflicher Weg verliefen nicht geradlinig. Ich kenne Erfolg und Scheitern, Sicherheit und Unsicherheit, psychische Belastungen und persönliche Krisen aus eigener Erfahrung. Einige dieser Erfahrungen hätte ich mir gerne erspart. Andere haben meinen Blick auf Menschen grundlegend verändert.

Ich möchte daraus auf keinen Fall eine Heldengeschichte machen. Aber ich möchte es auch nicht verstecken. Denn zu mir gehören nicht nur Qualifikationen, Bücher, Projekte und berufliche Erfolge. Zu mir gehören ebenso Fehler, Brüche, Zweifel und Erfahrungen, die wehgetan haben.

Das alles sitzt mit am Tisch, wenn Sie mit mir sprechen.


Wie ich arbeite

Egal, ob Sie mich für einen Workshop, eine Beratungstätigkeit oder mich als psychologischen Berater für ein persönliches Gespräch anfragen, meine Herangehensweise ist immer die gleiche: Ich höre zunächst zu. Dann frage ich. Manchmal sehr genau und manchmal unbequem. Dann höre ich zu und höre hin. Und dann erst beginnt für mich die Arbeit.

Dabei sollten Sie eines wissen: Ich gehe zunächst immer vom Guten im Menschen aus. Ich gehe davon aus, dass das, was Sie mir sagen, die Wahrheit ist. Oder zumindest Ihre Sichtweise. Ich muss Ihnen nicht nach dem Mund reden. Das wäre für Sie kontraproduktiv. Ich darf anderer Meinung sein. Sie übrigens auch.

So kommen Menschen am besten miteinander aus, immer: Wir reden. Wir hören zu. Wir fragen. Wir verstehen. Wir diskutieren. Wir finden einen Kompromiss. Wir handeln. Wir beginnen von vorn.

Mir geht es bei der Arbeit mit Ihnen nicht darum, die wohlklingendste Lösung zu entwickeln. Mir geht es darum, gemeinsam mit Ihnen, in Ihrer Realität, eine Lösung zu finden, die zu Ihnen, Ihrer Organisation und Ihrem Alltag passt. Pragmatisch. Verständlich. Menschlich. Und gerne mit Humor.


Meine Kernthemen

Liebevolle Führung & psychische Gesundheit – Menschen wahrnehmen, verstehen und führen, gerade wenn es schwierig wird.


Krisenmanagement & Krisenkommunikation – Vorbereiten, Orientierung schaffen, kommunizieren und handlungsfähig bleiben, wenn Normalität nicht mehr funktioniert.


Psychologische Beratung – Erwachsene und Führungskräfte bei persönlichen, beruflichen und zwischenmenschlichen Herausforderungen begleiten.


Strategische Beratung – Kommunikation, KI, Social Media, Marken, Veränderung und schwierige unternehmerische Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.


Workshops, Keynotes & Bücher – Wissen verständlich machen, Diskussion ermöglichen und Menschen dazu befähigen, selbst weiterzudenken und zu handeln.


Design, Branding und Markenaufbau – Meine Arbeit in Werbung, Marketing, Redaktion, Markenkommunikation, Grafik und Design gehört ebenfalls zu meiner Geschichte und prägt meinen Blick auf Kommunikation bis heute.


Und privat?

Ich bin Ehemann und Vater von zwei wundervollen Kindern. Familie ist für mich keine Fußnote neben meiner Arbeit, sondern der wichtigste Teil meines Lebens.

Ich lese viel, denke gerne nach, interessiere mich für Menschen und ihre Geschichten und kann mich ebenso für Psychologie, Philosophie und gesellschaftliche Fragen begeistern wie für Kommunikation, Technologie und neue Ideen.

Ich bin Fan des 1. FC Nürnberg und des FC Barcelona. Ich lese gerne Graphic Novels, male und liebe das Kino.

Perfekt bin ich nicht. Definitiv. Das wäre vermutlich auch ziemlich langweilig.


Sieben Fragen. Sieben persönliche Antworten.

Was kann ich überhaupt nicht leiden?

Ungerechtigkeit, liebloser Umgang und Gleichgültigkeit gegenüber Menschen. Dass jeder Mensch lügt, ist mir bewusst. Aber zu lügen, zu betrügen und unaufrichtig zu sein, nur um seine Ziele zu erreichen oder eine Fassade aufrecht zu erhalten, da bin ich empfindlich.

Im Führungskontext: Wenn Führungskräfte nach unten treten, nur weil sie sich nicht trauen, nach oben zu hinterfragen. Wenn Führung mit Kontrolle verwechselt wird, manipulativ ist oder bewusst Mitarbeitenden schadet, da werde ich aktiv.

Wann habe ich zuletzt zugegeben, dass ich mich geirrt habe?

Ich bin glücklich verheiratet und habe eine enge Bindung zu meinen Kindern. Das geht nur, wenn ich täglich eigene Fehler und Grenzen einsehe und eingestehe. Ich habe kaum Probleme damit, eigene Fehler einzugestehen. Zu sagen „Es war mein Fehler. Das tut mir leid“, fällt auch mir nicht leicht. Gehört aber dazu.

Vor einiger Zeit habe ich einem Kunden von mir, der mir eine hohe Summe Geld schuldete, ein überaus entgegenkommendes Angebot gemacht. Zahle eine kleine Summe, und der Fall ist erledigt. Kurz darauf bekam ich Post vom Anwalt des Kunden, in dem stand, dass mein großzügiges Angebot ein Beleg dafür wäre, dass ich überhaupt keine Zahlung erwarte. Da habe ich aus liebevollem Mitgefühl wohl einen Fehler gemacht, den ich nicht mehr mache. Zumindest diesem Kunden gegenüber nicht.

Was macht mir Angst?

So wirklich Angst macht mir nicht viel. OK, Kampfhunde vielleicht ein bisschen. Und die Befürchtung, meine Familie nicht beschützen zu können.

Sorgen mache ich mir über die gesellschaftlichen Veränderungen. Nicht so sehr darüber, dass immer mehr lieblose Menschen an Machtpositionen kommen. Sondern darüber, dass die vernünftige, liebevolle und gute Mehrheit dem nur still dabei zusieht. Ich befürchte, dass uns die nächste Diktatur nicht aufgedrängt wird, sondern von der vernünftigen Mehrheit, durch Passivität zugelassen wird. Und ich mache mir ernste Sorgen darüber, welchen Planeten, welche Gesellschaft und welche Optionen ich meinen Kindern hinterlasse.

Welche meiner Ecken und Kanten sollten Kunden besser vorher kennen?

Ich bin ein durch und durch emotionaler Mensch. Aber in meinen Emotionen still. Vieles berührt mich. Auch im beruflichen Kontext. Das versuche ich auch mitzuteilen. Ich spreche klar aus, wenn ich denke, dass Entscheidungen für meine Klienten negative Auswirkungen haben könnten oder einfach falsch sind. Wobei ich das auch immer begründen werde.

Ich habe sehr viel Geduld und streite ungern. Laut sowieso nicht. Je lauter mein Gegenüber wird, desto leiser werde ich meistens. Und wenn die Geduld am Ende ist, gibt es kein Drama oder großen Streit. Dann bin ich weg. Meine Zeit und meine Nerven sind ebenso kostbar, wie die meiner Kunden, Klienten und der Menschen, mit denen ich zusammenarbeite.

Was habe ich erst durch meine eigenen Krisen über Menschen verstanden?

Das Menschen immer, ausnahmslos einen liebevollen und guten Kern haben. Dass sie jedoch manipulierbar sind und unter Umständen den Zugriff auf diesen Kern verlieren. Jedes Verhalten, egal ob privat oder beruflich, egal ob als Mitarbeitender oder Führungskraft, hat eine Ursache. Sieht und verstaht man diese, kann man damit arbeiten.

Und das Kinder IMMER ein Produkt ihrer Eltern sind. Und damit die Eltern auch IMMER in der Verantwortung bleiben. Ob mit 5 oder 50, egal, wie alt die Kinder sind. Wie groß Einfluss und Verantwortung sind, steht auf einem anderen Blatt Papier. Aber bei 0 liegt der Wert nie.

Wann würde ich einen Auftrag ablehnen?

Wenn sich dieser inhaltlich oder was die Werte des Klienten angeht gegen meine inneren Werte richtet. Diese sind:

  • Liebe, Altruismus und Empathie
  • Benevolenz, Großzügigkeit und Mitgefühl
  • Ein tiefes Demokratisches Bewusstsein
  • Gerechtigkeitssinn und Authentizität
  • Pazifismus und liebevolles Grenzen setzen
  • Inklusivität, Pluralismusfähigkeit und Akzeptanz
  • Ehrfurcht vor dem Leben, der Natur und dem Planeten

Vor Jahren wurde ich angefragt, ob ich nicht die Kommunikationsstrategie für eine der weltgrößten Waffenmessen im arabischen Raum umsetzen möchte. Inklusive Reisen, Interviews, Netzwerken und kreativer Freiheit. Die Summe, die angeboten wurde, war immens. Auf Seite zwei des Angebots war damals Goerge W. Bush abgebildet. Es ging eindeutig um Whitewashing und darum, etwas zu promoten, dass Menschenleben kosten würde. Ich habe mir 10 Sekunden Bedenkzeit gegeben, und dem Team dann mitgeteilt, dass ich es ablehnen werde.

In einem anderen Fall sollte ich für eine rechtsradikale Partei – nicht die AfD – das Branding und die Markenkommunikation entwickeln. Auch hier wurde viel Geld geboten. Und auch hier war es eine Frage von Sekunden, um es abzulehnen.

Und wenn am Ende tatsächlich alles auf Angst oder Liebe hinausläuft: Warum entscheide ich mich für die Liebe?

Weil Liebe für uns als Menschenrasse, die gerade ihre paar Minuten auf diesem Planeten verweilt, die einzige und vielleicht auch die letzte Chance ist, um etwas länger bleiben zu dürfen.


Vielleicht passen wir zusammen. Vielleicht auch nicht.

Beides ist in Ordnung.

Eine gute Zusammenarbeit beginnt für mich nicht damit, dass wir uns gegenseitig beeindrucken. Sie beginnt damit, dass wir offen miteinander sprechen und herausfinden, ob ich der richtige Mensch für Ihre Fragestellung bin.


Fotos: Headerbild Original Michael Schober, Hintergrund bearbeitet mit chatGPT. Manfred Kreutzer (2003). Robert Herr Peoplefotofragie (2013). Privatarchiv (1977)