Liebe als Führungskompetenz – im Angesicht von Krisen und Veränderungen

Mitarbeitende in Krisenzeiten stärken und Halt geben

Wie sollen Sie Menschen führen, wenn Sie selbst noch nicht wissen, wie es weitergeht?

Krisen verändern Führung. Gewohnte Antworten funktionieren nicht mehr, Entscheidungen müssen unter Unsicherheit getroffen werden und gleichzeitig suchen Mitarbeitende nach Orientierung, Sicherheit und Verlässlichkeit. Dieses Buch zeigt, wie Sie auch unter Druck klar, menschlich und handlungsfähig führen können – ohne falsche Sicherheit vorzutäuschen. Orientierung geben. Vertrauen schaffen. Belastungen wahrnehmen. Klar kommunizieren. Handlungsfähig bleiben.

Mit einem Vorwort und mit zwei Kapiteln von Michael Tomoff, Diplom-Psychologe, systemischer Coach, Trainer und Autor


Wenn plötzlich die Krise die Kontrolle übernimmt, wie führen Sie?
  • Eine Krise bedroht Arbeitsplätze oder die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens.
  • Eine Restrukturierung oder ein Change-Prozess sorgt für Angst und Widerstand.
  • Mitarbeitende sind erschöpft und die Belastung im Team steigt.
  • Entscheidungen müssen getroffen werden, obwohl wichtige Informationen fehlen.
  • Gerüchte verbreiten sich schneller als belastbare Fakten.
  • Sie sollen Sicherheit vermitteln, obwohl Sie selbst unsicher sind.
  • Und während Ihr Team Orientierung von Ihnen erwartet, geraten Sie selbst zunehmend unter Druck.

Was sagen Sie jetzt? Was können Sie überhaupt versprechen? Wie viel Unsicherheit dürfen Sie zeigen? Und wie geben Sie Halt, wenn Sie selbst nicht wissen, was morgen passiert? Genau bei diesen Fragen setzt dieses Buch an.

Das Buch versteht Krisen nicht einfach als „viel Stress“, sondern als Situationen, in denen für Menschen etwas Zentrales ins Wanken gerät – etwa Sicherheit, Zugehörigkeit, Gesundheit oder die berufliche Zukunft. Bedrohung, Informationsunsicherheit, eingeschränkte Steuerbarkeit und Zeitdruck prägen solche Situationen.

Dieses Buch verspricht Ihnen nicht, dass alles gut wird.

Es zeigt Ihnen, wie Sie führen können, wenn es schwierig wird. In Krisen brauchen Mitarbeitende keine Führungskraft, die auf jede Frage sofort eine Antwort kennt. Sie brauchen Führungskräfte, die

  • auch unter Unsicherheit Orientierung geben,
  • transparent und verständlich kommunizieren,
  • psychologische Sicherheit fördern,
  • Ängste und Belastungen wahrnehmen,
  • schwierige Entscheidungen treffen und erklären,
  • Fürsorge und notwendige Leistungsfähigkeit miteinander verbinden,
  • mit Fehlern und Fehlentscheidungen konstruktiv umgehen,
  • Motivation auch in schwierigen Situationen ermöglichen,
  • die eigenen Grenzen und Belastungen ernst nehmen,
  • und auch unter Druck ihren Wertekompass nicht verlieren.

Ein zentraler Gedanke des Buches lautet deshalb: Stabilität bedeutet in unsicheren Zeiten nicht zwangsläufig, dass sich nichts verändert. Stabilität kann auch daraus entstehen, dass Menschen erleben, dass Führung berechenbar, fair und transparent bleibt.

Stimmen zum Buch

Krisen sind keine Chancen. Krisen sind Momente, in denen sichtbar wird, wer du wirklich bist… Wenn morgen die Krise kommt, wer willst du dann sein?

Michael Tomoff | Diplom-Psychologe, systemischer Coach, Trainer und Autor

Von psychologischer Sicherheit bis zum persönlichen Wertekompass

Das Buch begleitet Führungskräfte durch zentrale Herausforderungen von Krisen und unsicheren Zeiten:

  • Was ist überhaupt eine Krise?
  • Psychologische Sicherheit
  • Krisenkommunikation
  • Mit der eigenen Unsicherheit führen
  • Nähe und Verbundenheit schaffen
  • Überlastung bei Mitarbeitenden und sich selbst erkennen
  • Fehlerkultur und Fehlentscheidungen
  • In Krisen glaubhaft motivieren und inspirieren
  • Fürsorge und Leistungsfähigkeit
  • Selbstfürsorge als professionelle Ressource
  • Posttraumatisches Wachstum
  • Ethik und Moral in Krisen
  • Unterschiedliche Menschen und unterschiedliche Kontexte
  • Praktische Beispiele aus Wirtschaft und Gesellschaft
  • Liebe bewusst als Führungsprinzip anwenden

Das Buch endet nicht bei der Theorie. Reflexionsfragen und konkrete Leitlinien für die Zeit vor, während und nach einer Krise unterstützen dabei, die Inhalte auf die eigene Führungsrealität zu übertragen.

Wissen, das sich anwenden lässt

Verstehen, reflektieren, handeln. Das Buch verbindet psychologische und wissenschaftliche Grundlagen mit konkreten Situationen aus dem Führungsalltag. Sie erfahren beispielsweise:

  • Was machen Krisen mit Menschen? Warum Angst, Stress und Unsicherheit Wahrnehmung, Verhalten und Entscheidungen verändern können.
  • Wie gebe ich Orientierung, wenn mir selbst Informationen fehlen? Warum Klarheit nicht bedeutet, bereits alle Antworten haben zu müssen.
  • Wie kommuniziere ich schlechte Nachrichten? Wie transparente Kommunikation Orientierung schaffen kann, ohne Probleme kleinzureden oder falsche Hoffnung zu erzeugen.
  • Wie erkenne ich Überlastung? Bei Mitarbeitenden – aber auch bei mir selbst.
  • Wie bleibe ich handlungsfähig? Wie Führungskräfte mit Unsicherheit, Fehlern, schwierigen Entscheidungen und der eigenen Verantwortung umgehen können.
  • Wie bleiben wir auch in der Krise ein Team? Welche Rolle Vertrauen, psychologische Sicherheit, Verbundenheit und Beteiligung spielen.

Gerade Krisenkommunikation wird dabei nicht auf „die richtige Botschaft“ reduziert. Das Buch betrachtet Vorbereitung, Steuerung und Nachbereitung sowie psychologische Bedürfnisse nach Vorhersagbarkeit, Kontrolle und Zugehörigkeit.

Warum ist „Liebe“ gerade in der Krise wichtig?

Weil sich liebevolle Haltung erst dann zeigt, wenn es schwierig wird. Es ist leicht, wertschätzend zu führen, wenn die Zahlen stimmen, Arbeitsplätze sicher sind und niemand unangenehme Entscheidungen treffen muss. Interessant wird Führung dann, wenn genau das nicht mehr der Fall ist.

Liebe bedeutet auch in diesem Buch nicht Romantik, Sentimentalität oder einen „Kuschelkurs“. Es geht um Respekt, Klarheit, Verantwortung, Empathie, Verlässlichkeit und den Mut, Menschen auch dann als Menschen zu behandeln, wenn wirtschaftlicher und organisatorischer Druck steigt. Liebevolle Führung kann deshalb auch bedeuten, Nein zu sagen. Eine unangenehme Entscheidung zu treffen. Leistung einzufordern. Grenzen zu setzen. Oder eine schlechte Nachricht auszusprechen. Aber eben so, dass der Mensch dabei seine Würde behält.

Liebevolle Führung zeigt sich nicht darin, dass keine schwierigen Entscheidungen getroffen werden. Sondern darin, wie wir sie treffen.

Sie möchten mehr über mein Konzept der Liebe als Führungskompetenz im modernen Business-Kontext erfahren?

Für wen habe ich dieses Buch geschrieben?

Für Menschen, die Verantwortung tragen, wenn es schwierig wird.

  • Führungskräfte und Teamleitungen
  • Geschäftsführungen
  • Bereichs- und Abteilungsleitungen
  • Personalverantwortliche und HR
  • Projekt- und Change-Verantwortliche
  • Verantwortliche für Krisenkommunikation
  • Betriebsräte und Mitarbeitendenvertretungen
  • Menschen, die Organisationen durch Veränderungen und Krisen begleiten

Dabei spielt es keine entscheidende Rolle, ob Sie ein kleines Team, eine Abteilung, einen Standort oder ein ganzes Unternehmen führen. Entscheidend ist nicht Ihre Jobbezeichnung. Entscheidend ist Ihr Einfluss auf andere Menschen. Genau so definiert das Buch selbst seine Zielgruppe.

Liebe als Führungskompetenz – Mitarbeitende in Krisenzeiten stärken und Halt geben
  • Autoren: Daniel Elger de Castro Luís & Michael Tomoff
  • Verlag: Springer Gabler / Springer Nature
  • Erscheinungsjahr: 2026
  • ISBN Print: 978-3-662-73382-0
  • ISBN eBook: 978-3-662-73383-7
  • DOI: 10.1007/978-3-662-73383-7


Sie möchten das Thema in Ihrem Unternehmen vertiefen?

Aus dem Buch in den Führungsalltag. Die zentralen Themen des Buches greife ich auch in zwei Workshops auf:

  • Führen in Krisen und unsicheren Zeiten – für Führungskräfte und angehende Führungskräfte
  • Krisenvorbereitung & Krisenkommunikation – für Führungskräfte, Teams und alle betroffenen Abteilungen

Im ersten Workshop geht es nicht darum, eine Krise theoretisch zu analysieren. Wir arbeiten daran, wie Führungskräfte in konkreten Situationen Orientierung geben, unter Unsicherheit kommunizieren, mit Ängsten und Widerständen umgehen, schwierige Gespräche führen und selbst handlungsfähig bleiben.

Im zweiten Workshop geht es um strategische Krisenvorbereitung und Krisenkommunikation – damit Sie vorbereitet sind, bevor es schwierig wird, oder strukturiert ins Handeln kommen, wenn die Krise bereits da ist.


Fotos: Illustrationen mit chatGPT erstellt. Portraitfoto Michael Schober / Schoberfoto